Judo im Anna-Katharinen-Stift Karthaus
Behinderten Sportgemeinschaft der
DJK Sportfreunde Dülmen
BSNW: 2139
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Judo ist eine Sportart für alle
Judo ist ein dynamisches Bewegungsangebot für alle. Judo erfasst den Menschen ganzheitlich. Dieser Sport wird mit Leib und Seele betrieben. Im Judosport sind spezifische Methoden, Techniken und Verfahren ausgebildet, die sich auf das allgemeine Wohlbefinden positiv auswirken.
Die zwei Prinzipien des Judosports
Das technische Prinzip vom Siegen durch Nachgeben betont die notwendige Bewegungsökonomie. Der Judoka will mit möglichst geringem Aufwand zu maximalen Erfolgen kommen. Dieses erreicht er durch trainieren von Körper und Geist zu einer höchst wirksamen Einheit.
Das moralische Prinzip vom gegenseitigem Helfen und Verstehen zeichnet Judo zu einem hervorragenden Erziehungssystem aus. Wichtig ist zu wissen, dass dieses Prinzip nicht erst heute in diese Sportart hinein interpretiert wird, sondern bereits vor über 100 Jahren niedergeschrieben, die Grundlage für das heutige Judo ist.
Welche Zielsetzung steht dahinter?
Ein Judoka kann seine Techniken verbessern, höhere Judograde erwerben oder Wettkampfsport betreiben. Das Ziel des Judosports besteht jedoch nicht primär darin, eine Wurftechnik effizient, brillant und dynamisch auszuführen.
Vielmehr will Judo dazu beitragen, den Menschen bei der Bewältigung ihrer Alltagsprobleme dadurch helfen, dass sie mehr an Selbständigkeit und Handlungskompetenz gewinnen.
Judo als Rehabilitationssport
Judo wirkt mit den Mitteln des Sports ganzheitlich und unterstützt als eine von vielen Maßnahmen den Therapieplan des Arztes. Dabei werden insbesondere die konditionellen Fähigkeiten, Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit gefördert. Judo als Rehabilitationssport umfasst sportliche Übungen in Gruppen unter ärztlicher Überwachung. Das spezifische Training wird von Übungsleitern mit entsprechender Qualifikation durchgeführt.
Wie sieht eine Judostunde aus?
Eine Judostunde beginnt und endet mit einem traditionellen Grußzeremoniell.
Die anschließende Aufwärmphase beinhaltet gymnastische Übungen und interaktive Spiele. Der Judoanteil besteht aus Fallübungen, partnerschaftlichem Training, Boden- und Wurftechniken und kämpferische Spiele. Entspannende Phasen rund die Judostunde ab. Bewegung, Spiel und Sport stehen im Zentrum positiver didaktischer Überlegungen des qualifizierten Übungsleiters. Das Spiel ist integrativer
Bestandteil des methodischen
Vorgehens, beziehungsweise
wird selbst zur Methode.
Auf die individuellen Interessen und Bedürfnisse jedes Judoka wird so besonders differenziert eingegangen. Judo nimmt auf die unterschiedlichen motorischen Fähigkeiten jedes einzelnen Teilnehmers Rücksicht und lässt jedem einzelnen Zeit, sich die Judotechniken individuell zu erarbeiten.
Damit öffnet Judo einen Weg zu sich selbst und zum Mitmenschen. So wird Judo zu einem integrativen Bewegungsangebot aller Menschen.
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Letzte Änderung: 10.03.2012

