ID-Dan-Prüfung und ID-Landes-Kata-Meisterschaft im Anna- Katharinen-Stift Karthaus. Schwarz-Gurt als Belohnung.

Judo-Nachwuchs legt erfolgreich Gürtelprüfungen ab. Trotz Corona alle Anforderungen erfüllt.
7. April 2022
Landesmeisterschaft der ID-Judoka in Oberhausen. 30.04.2022
30. April 2022

ID-Dan-Prüfung und ID-Landes-Kata-Meisterschaft im Anna- Katharinen-Stift Karthaus. Schwarz-Gurt als Belohnung.

Zahlreiche Starter, auch aus Dülmen, gingen bei der Landes-Kata-Meisterschaft an den Start.

DZ-DÜLMEN. Zum ersten Dan- Vorbereitungslehrgang nach der langen Pause trafen sich in Dülmen 20 Judoka mit und ohne Behinderung, um sich gemeinsam auf die an­stehende Dan-Prüfung im Modul „Kata“ vorzubereiten.

Das Anna-Katharinen-Stift Karthaus stellte seine Sporthalle zur Verfügung und die DJK Dülmen mit dem Team um Bernard Freitag organisierte die dreitägige Vorbe­reitungsmaßnahme. Außer­dem stellten sich zahlreiche Dülmener Judoka als Partner für die ID-Judoka zur Verfügung.

Die Dan-Prüfungsordnung ID-Judo ist auf drei Module „Kata“, „Boden“ und „Stand“ aufgeteilt. Diese Aufteilung ist notwendig, um möglichst vielen ID-Judoka unter Be­rücksichtigung ihres individuellen Handicaps die Möglichkeit zu geben, sich einen „Dan-Grad“ zu erarbeiten.

Andrea Kühne 1. Dan und Patrick Barendonk 1. Dan mit ihren Uke und Prüfern.

Für viele ID-Judoka ist das Modul „Kata“ eine besondere Herausforderung, denn neben dem notwendigen Bewegungslernen ist hier auch die Merkfähigkeit besonders gefordert.

Für Andrea Kühne aus Hünxe und Patrick Barendonk aus Bocholt erfüllte sich damit der lange Traum, endlich den schwarzen Gür­tel tragen zu dürfen. Bastian Wind aus Hünxe absolvierte sein zweites Modul und er muss noch bis zum Ende des Jahres warten, um auch sei­ne Dan-Prüfung erfolgreich abschließen zu können.

Nach der Dan-Prüfung folgte noch die inklusive Landes-Kata-Meisterschaft, erstmals mit einer in Corona-Zeiten von Jörg Wolter entwickelten Einzel-Kata.

Carina Niemeyer bei der Prüfung ihrer erlernten Einzel-Kata von Jör Wolter.

Hier gingen sechs ID-Ju­doka an den Start. Sie mussten einen imaginären Part­ner mit fünf Techniken, jeweils eine Technik aus den fünf Kata-Gruppen, werfen und dabei die Bewegungs­folgen der Kodokan-Kata einhalten. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, denn gerade die für Kata-Demonstrationen wichtige Merkfähigkeit ist bei vielen ID-Judoka deutlich eingeschränkt. Dennoch gab es gute Einzelvor­stellungen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen mit einer klaren Siegerin, der amtierenden ID-Europa­meisterin Carina Niemeyer (DJK Dülmen).

Ergebnisse

Einzel-Kata, Wettkampf­klasse 1 (alle DJK Dül­men): 1. Carina Niemeyer 249 2. Sandra Kock 222 3. Manuel Höing 214 4. Martin Tritt 209 5. Sandra Schnur 147 6. Patrick Müglitz 142

In der Inklusiven Kata für die Wettkampfklasse II, der ersten Gruppe der Katame- No-Kata, gab es einen spannenden Wettbewerb zwischen den drei Paaren aus Hünxe und Oberhausen, den schließlich Jan Himmelberg mit seinem Partner Gerd Schäfer knapp gewinnen konnte.

Bei der Nage-No-Kata der Wettkampfklasse I standen sich die Dauerrivalen, die vierfachen Deutschen Meister Andreas Gramsch/Nina Völkel und die ewigen Her­ausforderer Patrick Barendonk/Cedrik Ueffing gegen­über. Dieses Mal sollte es besonders spannend werden, da in der ersten Runde Andreas Gramsch ein kleiner Fehler unterlief und das Bocholter Paar in Führung gehen konnte. Leider verletzte sich Gedrik Ueffing bei der Technik „Sasae-Tsuri-Komi- Ashi“ am Rücken, so dass das Paar zur zweiten Runde nicht mehr antreten konnte.

So siegten wieder Andreas Gramsch und Nina Völkel, die in der zweiten Wettbewerbsrunde eine souveräne Kata demonstrierten. Alle hier gestarteten Paare wollen bei der Inklusiven Deut­schen Kata-Meisterschaft des Deutschen Judo-Bundes am 28. Mai in Hamburg antreten und Titel und Medaillen ge­winnen.

Bernard
Bernard
Judotrainer

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