Hochkarätiger Besuch bei der Eröffnung des Landesleistungszentrums. Judoweltmeister zu Gast in Dülmen 11.06.2021

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Hochkarätiger Besuch bei der Eröffnung des Landesleistungszentrums. Judoweltmeister zu Gast in Dülmen 11.06.2021

Theresa Kleine-Homann (in blau) und Natalie Albert üben unter den gestrengen Augen von Landestrainer Michael Hofmann im neuen Landesleistungszentrum in Dülmen.

DÜLMEN. Zur offiziellen Eröff­nung des Landesleistungs­stützpunktes Kata standen neben Bundestrainer Sebas­tian Frey auch die Weltmeis­ter Jenny Goldschmidt und Sebastian Bergmann aus Düsseldorf vor der Hallentür, um am ersten Training teil­zunehmen.

Im Januar hatte sich der nordrhein-westfälische Ju­doverband entschlossen, auch für den Bereich Kata Leistungsstützpunkte einzu­richten. NRW ist schon seit vielen Jahren in diesem Teil­bereich des Judo bundesweit führend und stellt derzeit so­gar zwei Weltmeisterpaare.

Warum gerade Dülmen den Zuschlag bekam, lässt sich zum einen aus der Lage zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, den hervorra­genden Trainingsbedingun­gen, 320 Quadratmetern Mattenfläche sowie der lan­gen Kata-Tradition der DJK Dülmen erklären. DJK-Trainer Hans Urban hat vor gut zehn Jahren, nach seinem Japanaufenthalt, zusammen mit Dieter Münnekhoff (Kle­ve) und Michael Hoffmann (Marl) das Kata-Netz-Werk NRW gegründet, welches seitdem monatliches Katatraining auf hohem Niveau anbietet. So ist Landestrainer Dieter Münnekhoff (sechster Dan) schon häufig Gast beim Katatreff in der Tibers­tadt gewesen.

Er wird als Stützpunktlei­ter für die fachliche Experti­se und die Trainingsplanung zuständig sein. Ihm zur Seite stehen Landestrainer Micha­el Hoffmann (fünfter Dan) sowie Frank Lehnen (vierter Dan, KDV Kreis Coesfeld) und Hans Urban (fünfter Dan), der Kata-Wertungsrichter von der heimischen DJK.

Das Training selber findet ab sofort jeden Freitagabend statt. Auch wenn es sich um ein Leistungszentrum han­delt, so steht das Training selbst allen interessierten Ju­doka und Jiu Jitsuka offen und ist nicht an eine Gradu­ierung gebunden. Ziel ist es, dass Anfänger und Kader­athleten gemeinsam trainie­ren und so ihr Können ver­feinern.

Kata: Eine Kata ist eine festge­legte Übungsform, die aus stilisierten Kämpfen be­steht. Meist wird sie ge­gen imaginäre -Kämpfer mit viel Disziplin und Präzision ausgeführt, (jp)

Sebastian Bergmann (I.) und Jenny Goldschmidt, Weltmeister 2018 in Kodokan Goshin Jutsu.

Neben dem wöchentlichen Training hat Landestrainer Münnekhoff auch einzelne Lehrgänge zu bestimmten Kata geplant. Diese werden dann NRW weit ausgeschrie­ben und finden an Wochen­enden statt.

Zum Auftakt fanden nun die ersten Katabegeisterten den Weg nach Dülmen. Auf insgesamt drei Trainingsein­heiten verteilt konnten die Judoka ihr Wissen erwei­tern. „Wir haben heute viel mit Michael und Frank trai­niert“, sagt Theresa Kleine- Homann, die mit ihrer Part­nerin Natalie Albert sich ei­ner besonderen Kata ver­schrieben hat, der Seiryoku zenyo. Hier werden Elemen­te aus zwei völlig unter­schiedlichen Kata mit Ein­zelübungen gemischt. „Das macht die Kata so komplex“, so Kleine-Homann weiter.

Und ergänzt: „Dadurch, dass Michael und Frank die Kata im Kodokan in Tokyo, gelernt haben, profitieren wir  ganz besonders von diesem Trainingsangebot.“ Alles in allem ein gelungener Auftakt, wie Stützpunktleiter Dieter Münnekhoff bestätigt: „Es war schön, nach so langer Zeit aktiv auf der Matte zu stehen und mit Gleichgesinnten zu trainieren.“

Bernard
Bernard
Judotrainer

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