Inklusives Turnier von Special Olympics NRW in Essen Mit Kata zurück in Wettkampf

Budoka September 2021 Gabriele Gramsch und Bernard Freitag
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ID-Judo KATA-Turnier in Essen
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Inklusives Turnier von Special Olympics NRW in Essen Mit Kata zurück in Wettkampf

Mit einer großen und erfolgreichen Mannschaft traten die ID-Judoka der DJK Dülmen bei den Special Olympics NRW in Essen an.

DÜLMEN. Endlich starteten die ID-Judoka der DJK Dül­men nach einer sehr langen Corona bedingten Wett­kampfpause wieder mit ih­rem Wettkampfbetrieb. Da es für körperliche Wett­kämpfe für diesen Personen­kreis vielleicht noch etwas zu früh ist, folgte der Restart mit einem inklusiven Kata- Turnier. An gleicher Stelle, vor fast genau einem Jahr, fand der letzte ID-Judo Wett­bewerb, ebenfalls ein inklu­sives Kata-Turnier, statt.   

Bei einer Kata wird nicht gegeneinander gekämpft, sondern zwei Judoka de­monstrieren ’ vorgegebene und festgelegte Bewegungs­formen miteinander (Stand oder Bodentechniken). So ist diese Bewegungsform für den Neubeginn der ID-Ju- do-Wettbewerbe sehr geeig­net. Bei einer inklusiven Ka­ta repräsentiert der ID-Judo­ka grundsätzlich aktiv den Werfenden oder Haltenden (Tori), während sein nicht beeinträchtigter Partner (Uke) in einer passiven Funktion geworfen oder ge­halten wird.

Erstmals wurde, auch aus der langen Corona-Pause ge­boren, ein kontaktloser Kata-Wettbewerb in drei Wett­kampfklassen angeboten. Gerade für Judoka mit stär­keren körperlichen Beein­trächtigungen ist dies ein idealer Wettbewerb, weil es die einzige Möglichkeit für sie ist, das Erlernte einmal einer Öffentlichkeit zu zei­gen.

Für den ersten kontaktlo­sen Kata-Wettbewerb hatten sich 19 Judoka gemeldet. Beim inklusiven Kata-Tur­nier gingen in zwei Wettbe­werben (Stand- und Boden – Kata) acht Paare an den Start. Zwei Judoka reisten aus den Niederlanden von Institut Rudi Verhagen an. Beide starteten in der kontaktlosen-Kata. Alle Kata- Starter, ob im Einzelwettbe­werb oder in der inklusiven Kata, mussten ihre Demonst­ration zweimal durchführen. Durch die Punkte Addition aus Hin- und Rückrunde wurden dann die Sieger in den fünf Wettbewerbsklas­sen ermittelt.

Der kontaktlose Kata- Wettbewerb wurde von den Judoka der DJK Dülmen do­miniert, die in ihren Reihen sehr viele Judoka mit einer schwereren Behinderung hat. Im inklusiven Wettbe­werb der Boden-Kata waren die Judoka von Budoka Hünxe < stark vertreten. Als inklusiver Partner für diesen Wettbewerb stellte sich so­gar der mehrfache Deutsche Kata-Meister Sergio Sessini vom PSV Oberhauen zu Ver­fügung.

Einige Paare werden noch an den Inklusiven Deut­schen Kata-Meisterschaften am 6. November in Limburg antreten. Alle hoffen aber, dass das nächste Special Olympics-NRW-Turnier am 24. September 2022 in der gleichen Sporthalle wieder mit 250 ID-Judoka durchge­führt werden kann.

Die Ergebnisse der Dülmener

► Kontaktlose Kata Wett­kampfklasse III: 1. Patrick Höltket 340 Punkte; 2. Lisa Flüchter 309 P; 3. Sveenja Terite 287 P; 3. Jessica Libuda 276 P; 5. Sonja Seidel 275 P; 6. Jessica Piontek 189 P; 7. Dennis Schmidt 188P

► Kontaktlose Kata Wett­kampfklasse II: 1. Manuel Höing 397P; 2. Sandra Schnur 347P; 3. Tobias Weyck 314P; 3. Christian Pal­las 270P; 5. Christina Thors 228P

► Nage-No-Kata Wett­kampfklasse I: 3. Carina Niemeyer (Tori), Patrick Müglitz (Uke) 420P; 3. San­dra Kock (Tori), Martin Tritt (Uke) 357P

Bernard
Bernard
Judotrainer

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