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DJK Dülmen: von links Patrick Müglitz, Bernard Freitag, Carina Niemeyer und Martin Tritt.

DÜLMEN. Mit Carina Niemey­er, Patrick Müglitz und Mar­tin Tritt sind jetzt drei ID-Judoka der DJK Dülmen Trainerassisten-ten in der Turn­halle des Anna-Katharinen-Stift Karthaus.

Der Behinderten- und Re­habilitationssportverband Nordrhein-Westfalen führte in Kooperation mit dem Nordrhein-Westfälischen Judo-Verband eine inklusive Trainer-Assistentenausbil­dung in der Sportart Judo durch. Die Ausbildung wur­de finanziell von der Her­bert-Grünewald-Stiftung in Leverkusen unterstützt, so dass die Teilnehmerbeiträge niedrig gehalten werden konnten. Auch waren alle Teilnehmer des Lehrgangs vollständig geimpft, was die gesundheitliche Sicherheit der Lehrgangsteilnehmer er­heblich erhöhte.

Einen anstrengenden Lehrgang absolvierten die ID-Judoka und die Trainer. Aber es hat sich gelohnt. Die DJK Dülmen freut sich über neue Trainer- Assistenten bei der Arbeit in der Turnhalle des Anna-Katharinen-Stift Karthaus.

.Mit 30 Teilnehmern, dar­unter sieben Trainer, war der zweite Teil der inklusiven Trainerassistentenausbil­dung 2021 sehr gut besetzt.

Zwei ID-Judoka reisten mit ihrem Trainer für diesen Lehrgang extra aus Mün­chen an.

Am ersten Lehrgangstag absolvierten alle Judoka von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr am Abend, nur unterbro­chen von den Mahlzeiten, ein straffes Lehrgangspro­gramm. Zunächst konfron­tierte NRW-Landestrainer Frank Schuhknecht die zu­künftigen Trainer-Assisten­ten mit der Übungsform TAI- SO, ein Gymnastiksystem, das besonders für Judoka ge­eignet ist. Anschließend ging es um Judo-Basistechniken zum Fallen, Halten und Wer­fen, die alle Trainer-Assisten­ten beherrschen müssen.

Immer wieder stand Mattenarbeit auf dem Lehrgangsprogramm.

Danach erklärte und de­monstrierte Dr. Wolfgang Janko den in NRW entwi­ckelten Skill-Test zur Eintei­lung der ID-Athleten in die Wettkampfklassen I, II und III.

Die Lehrgangsteilnehmer bekamen die Möglichkeit, in Partnerarbeit den Test durchzuführen und die er­mittelten Ergebnisse auszu­werten. Es stellte sich her­aus, dass für fast alle anwe­senden ID-Judoka die Test­ergebnisse mit der aktuellen Wettkampfeinteilung über­einstimmen.

Danach folgte der prakti­sche Prüfungsteil. In Klein­gruppen mussten die ange­henden Trainer-Assistenten Spiele und Übungsformen, die für den Trainingsbeginn und für das Trainingsende geeignet sind, zusammen­stellen, den Teilnehmern vorstellen und mit ihnen durchführen. Vor 30 Leuten zu sprechen, zu erklären und anschließend die Übungen mit allen durchzuführen, ist eine nicht zu unterschätzen­de Aufgabe.

Danach ging es noch ein­mal auf die Matte, denn un­ter der Leitung von Frank Schuhknecht wurden noch spezielle Formen des Randori mit spezifischen Aufga­benstellungen erarbeitet.

Dann wartete auf alle Teil­nehmer der Fitnessraum der Sportschule mit speziellen Trainingsformen zum Kraft- und Ausdauertraining.

Zum Abschluss eines sehr langen Lehrgangstags ging es noch in die Schwimmhal­le. Bevor es aber ins Wasser ging, standen noch Verhal­tensregeln und Sicherheits­maßnahmen im Schwim­men auf dem Programm. Mit einer einstündigen Schwimmzeit endete der Tag gegen 22 Uhr, und nur noch die wohlverdiente Bettruhe stand an.

Ein Theorieblock am nächsten Morgen bildete den Abschluss der Ausbil­dung. Neben Informationen zum Wettkampf- und Prü­fungssystem für das ID-Judo waren noch zwei theoreti­sche Prüfungsteile zu absol­vieren. Zunächst musste in Gruppenarbeit eine Trainingseinheit zusammenge­stellt werden und es galt ein­zelne Elemente zu einer Judostunde zusammenzustel­len. Zwei ID-Judoka präsen­tierten abschließend den Teilnehmern die visualisier­ten Ergebnisse. Auch die nicht leichte Aufgabe, vor ei­ner großen Gruppe zu refe­rieren, meisterten die ID-Judoka souverän.

Carina Niemeyer DJK  Dülmen (l.) und Phil Taraschinski Präsentation Lebenshilfe Hamm

Im letzten Prüfungsteil ging es um die Auswertung einer Wettkampfliste im Poll-System, wie sie im ID- Judo fast ausschließlich zur Anwendung kommt. In Gruppenarbeit mussten die Einzelergebnisse des Wett­kampfes in die Ergebnisliste übertragen werden, um so das Endergebnis zu ermit­teln. Mit Unterstützung der anwesenden Trainer konnten alle Gruppen die korrek­te Rangfolge in der Wett­kampfliste herausfinden, so dass auch der letzte Prü­fungsteil der Assistentenaus­bildung von allen Teilneh­mern erfolgreich absolviert werden konnte.

Den Vereinen stehen nun 24 zertifizierte Trainer-Assis­tenten zur Verfügung, die unter der Leitung eines Trai­ners im täglichen Übungsbe­trieb auf und neben der Judomatte erfolgreich einge­setzt werden können.

Martin Tritt DJK  Dülmen (l.) und Viktoria Breidenstein Budoka Hünxe bei ihrer Präsentation
Bernard
Bernard
Judotrainer

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