Stadt beantragt Fördergelder für Sporthalle an der Augustinus-Schule Bekommt DJK eigene Judohalle?

Dülmener ID-Judoka starten beim 12. Landesjudo-Turnier von Special Olympics NRW Trainer kritisieren: „Es ist nicht fair gelaufen“
26. September 2020

Stadt beantragt Fördergelder für Sporthalle an der Augustinus-Schule Bekommt DJK eigene Judohalle?

So sind die Planungen für die Sporthalle an der Augustinus-Schule. Sollte der Förderbescheid positiv ausfallen, will die Stadt noch einmal das Ge¬spräch mit allen Beteiligten suchen, und die endgültigen Planungen vorantreiben. DZ-Grafik: Stadt Dülmen

Von Jürgen Primus

DÜLMEN. Während des ersten Lockdowns im Rahmen der Corona-Pandemie Anfang März räumte ein Team um Judo-Trainer Hans Urban die Matten der DJK Dülmen in die Turnhalle der alten Paul-Gerhardt-Schule un­weit des Kolpinghauses (DZ berichtete). Dort sollten die Judoka und Jiu Jitsu-Kämpfer der Rot-Weißen endlich eine neue Heimat bekom­men. Erstmals nach 50 Jah­ren, wie die Rot-Weißen beim Einzug betonten und sich entsprechend freuten. In der vergangenen Woche beschloss der Rat der Stadt Dülmen jetzt, Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Berei­chen Sport, Jugend und Kul­tur“ für den Neubau einer Sporthalle an der Augüstinus-Schule zu beantragen. Daran angeschlossen sein soll nach den bisherigen Pla­nungen auch eine Matten­halle – für die Kampfsportler der DJK Dülmen.

Bis zum 13. November hat die Stadt jetzt Zeit, die ent­sprechenden Förder-Unter­lagen einzureichen. Daher war es wichtig, den Ratsbe­schluss am vergangenen Dienstag herbeizuführen. „Die Prüfung aller Unterla­gen wird sicherlich einige Zeit dauern. Wir hoffen und rechnen damit, dass viel­leicht am Ende des ersten Quartals 2021 eine Entschei­dung getroffen wird“, sagt Andre Siemes aus der Pres­sestelle der Stadt Dülmen Ein Zuwendungsbescheid könnte dann im dritten oder vierten Quartal 2021 erfol­gen. „Mittelfristig ist die Turnhalle der alten Paul- Gerhardt-Schule abgängig.

Daher wolle man auch über das Förderprogramm für Er­satz sorgen. „Das hängt aber auch von einem positiven Bescheid ab.“

Frank Klapper, Vorsitzen­der der DJK Dülmen, ist sel­ber auch Kampfsportler bei den Rot-Weißen: „Die Mat­tenfläche in der Paul-Ger­hardt-Sporthalle ist schön groß und daher ein Traum.“ Coronabedingt habe man die neuen Räumlichkeiten aber noch nicht so nutzen können, „wie wir es uns ge­wünscht hätten. Aber die Halle ist auch alt, was man besonders im Sanitärbereich sieht. Die Halle ist auch nicht energetisch“, so Klap­per weiter. Zudem teilen sich die Kampfsportler die Halle im Winter mit den Bogen­schützen, die Judohalle hät­ten sie für sich alleine.

Für die nächsten Jahre sieht der DJK-Vorsitzende die Judoka und Jiu Jitsu- Kämpfer an der Paul-Ger­hardt-Straße gut aufgeho­ben. Aber auf Dauer könne man auch über eine andere Lösung nachdenken. „Das unterstützen wir schon“, will Klapper in den kommenden Tagen auf die Verwaltung zugehen. „Bei den Vorge­sprächen vor rund zwei Jah­ren waren wir dabei. Aktuell hatten wir nichts mehr ge­hört.“ Wenn eine neue Halle gebaut würde, „dann muss sie natürlich bedarfsgerecht sein.“ Die Judoka bräuchten eine Mattenfläche von min­destens 200 Quadratmeter. „Die Türen müssen eine ge­wisse Breite haben, damit wir mit dem Mattenwagen dadurch kommen. Zudem brauchen wir Abstellfläche.“

So sind die Planungen für die Sporthalle an der Augustinus-Schule. Sollte der Förderbescheid positiv ausfallen, will die Stadt noch einmal das Ge­spräch mit allen Beteiligten suchen, und die endgültigen Planungen vorantreiben.      DZ-Grafik: Stadt Dülmen

Vorschlag: Die Mattenhalle zum Sportplatz bauen.

Anforderungen an Wettkampffläche

Die Wettkampffläche beim Judo soll mindestens 14 x 14 m und höchstens 16 x 16 m groß sein. Auf DJB- Ebene beträgt die Wett­kampffläche im Allgemei­nen 14 x 14 oder 13 xl3 m. Für jüngere Altersklassen können andere Regelungen gelten. Die Wettkampfflä­che ist in zwei Zonen unterteilt: Innen die Kampf­fläche, die im Allgemeinen mindestens 8 x 8 m und höchstens 10 x 10 m und außen die Sicherheitsflä­che, die mindestens drei Meter betragen muss. Die Kampffläche und die Si­cherheitsfläche müssen von unterschiedlicher Far­be sein.

Bernard
Bernard
Judotrainer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.