Deutsche Verbandsmeisterschaft im G-Judo

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DJK Judo Kämpfer bestanden Prüfung
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Deutsche Verbandsmeisterschaft im G-Judo

In der Koblenzer Peter-Häring-Sporthalle fanden die Deutschen Verbandsmeisterschaften im G-Judo statt. Die von der Judoabteilung des SV Urmitz hervorragend ausgerichteten DVMM fanden in einem würdigen Rahmen statt. Da der Ausrichter nur eine Wettkampfmatte ausgelegt hatte, zogen sich die Kämpfe über viele Stunden hin, was der Atmosphäre in der Sporthalle jedoch keinen Abbruch tat.

Von den insgesamt zwölf Landesteams aus Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen starteten zehn in der Wettkampfklasse II (Judokas mit einem stärkeren Handicap). In der Wettkampfklasse I, G-Judokas mit einem geringeren Handicap, gingen ausschließlich die Frauen und Männer aus Nordrhein-Westfalen an den Start, so dass beide Teams kampflos Deutsche Verbandsmeister wurden. Für die NRW-Judokas der Wettkampfklasse I war das besonders bedauerlich, hatten sie sich doch fast eine Woche in der Sportschule Hennef auf die Meisterschaft vorbereiten können.

In der Wettkampfklasse II der Männer starteten sechs Verbandsmannschaften, die in einem Pool-System jeder gegen jeden kämpften. Sehr schnell stellte sich heraus, dass alles auf ein Finale Bayern gegen NRW hinauslief, denn beide Landesmannschaften zeigten sich den Gegnern doch mehr oder minder überlegen. So siegten die NRW-Judokas jeweils deutlich mit 4:1 gegen Baden-Württemberg, Rheinland und Bayern II, lediglich das Hessener Team leistete mit 2:3 ein wenig mehr Widerstand. Nach vier Durchgängen stellte sich heraus, dass die Pool-Liste überaus vorausschauend gesetzt war, denn es kam in der letzten Kampfrunde zu richtigen Endkämpfen um die Plätze fünf, drei und natürlich um Platz eins. Dem äußerst knappen Finale fehlte allerdings die Hochspannung, da die ersten drei sehr hart umkämpften Punkte von den NRW-Judokas gewonnen werden konnten und damit sehr schnell eine nicht einholbare 3:0-Führung vorlag. Die restlichen beiden Kämpfe gingen leider verloren. Mit diesem sehr knappen 3:2 sicherte sich das NRW-Team den deutschen Meistertitel. Für NRW kämpften Olivier Grady (Ratingen), Valentin Freitag (Leverkusen), Bastian Wind (Hünxe), Victor Gdowczok (Köln), Phil Taraschinski (Hamm) und Niklas Herzog (Köln).

In der Wettkampfklasse II der Frauen standen sich mit Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und NRW vier Mannschaften gegenüber. Leider waren die Titelverteidigerinnen aus Berlin in diesem Jahr nicht am Start. Für das geschwächte NRW-Damen-Team gab es an der Waage Freitag Abend eine zusätzliche Hiobsbotschaft, denn bei der eingeplanten Kämpferin bis 70 kg zeigte die Waage mitleidlose 74 kg, so dass das NRW-Team nur mit drei Starterinnen antreten konnte. Die Chancen der NRW-Frauen waren nicht sehr groß, denn immer mussten alle drei Kämpferinnen punkten. Dieses gelang im ersten Kampf tatsächlich. Hier konnten die Frauen aus Rheinland-Pfalz tatsächlich mit 3:2 niedergekämpft werden. Aber im zweiten Kampf gegen Hessen war man doch chancenlos und musste mit 1:4 eine deutliche Niederlage einstecken. Im letzten Vorrundenkampf gegen den späteren Sieger Bayern hätte es fast zu einer Sensation gelangt, am Ende aber siegten die Damen aus Bayern doch, wenn auch äußerst knapp mit 3:2.

Im Halbfinale traf NRW wieder auf Hessen und wieder gab es eine deutliche 1:4-Niederlage für unsere Judofrauen, die damit den dritten Platz belegten. In einem äußerst knappen und spannenden Finale setzten sich die bayerischen Frauen dank der besseren Unterbewertung gegen Hessen durch und wurden zum ersten Mal Deutsche Meisterinnen. Für das NRW-Team kämpften Evin Celiktas, Stephanie Knopp (beide Leverkusen), Victoria Breidenstein (Essen) und Carina Niemeyer (Dülmen).

Zum Abschluss der Veranstaltung durfte das NRW-Männer-Team der Wettkampfklasse I noch einen Einlagenkampf gegen anwesende WK I-Kämpfer aus den angereisten Verbänden durchführen, den unser Team sicher mit 4:1 gewann. Für NRW kämpften Andreas Gramsch (Hünxe), Justin Hagemeier (Essen), Patrick Barendonk (Bocholt), Andre Conen (Leverkusen), Christian Brieler (Hamm), Timo Karmasch (Hünxe), Wolfgang Trost (Leverkusen) und Lars Wichert (Hamm).

Für das NRW-Frauen-Team fanden sich auch für einen Einlagenkampf leider keine geeigneten Gegnerinnen, so dass sie ohne einen einzigen Kampf den Titel verteidigen konnten. Jederzeit kampfbereit aber waren Michaela Stutz (Dülmen), Jasmin Siebelitz (Hünxe), Jennifer Zucht (Leverkusen) und Andrea Kuhne (Bocholt).

Die BRSNW-Leistungstrainer Walter Gülden und Frank Schuhknecht waren mit den Leistungen ihrer Schützlinge hoch zufrieden. Aber, nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Die beiden Trainer werden mit ihren G-Judokas auch im nächsten Jahr intensiv trainieren, um die Erfolge 2017 bei der Deutschen Verbandsmeisterschaft für G-Judoka im hessischen Mühlheim zu wiederholen.

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